
Das Thema Beziehungsmacht hat lange keinen Platz in dem Buch gefunden, das ich aktuell zum Thema Reife Macht schreibe.
Eigenmacht — klar. Gestaltungsmacht — klar. Aber Beziehungen? Irgendwo ein kleines Unterkapitel. Von unreifen zu reifen Beziehungen .Als wäre das ein Randthema.
Dann, vor einem halben Jahr, schälten sich im Brainstorming die drei Ebenen reifer Macht heraus: Eigenmacht — Beziehungsmacht —Gestaltungsmacht. Plötzlich war die Beziehungsmacht zu einem eigenen Teil geworden. Gleichwertig. Unausweichlich.
Ich zuckte zusammen.
Nicht weil das falsch war. Sondern weil ich in diesem Moment verstand, was mir mal wieder passiert war. Ich hatte über Jahre an meiner Eigenmacht gearbeitet: Trigger und Glaubensätze verstehen, in die volle Eigenverantwortung gehen. Auch auf die Gestaltungsmacht hatte ich immer einen klaren Blick — meine Vision, meine Wirkung, das, was bleibt.
Nur eines hatte ich unbewusst ausgespart: Einen ehrlichen Blick auf das, was meine Beziehungen ausmachte. Was mich in meinen Beziehungen ausmachte. Welche Muster sich da zeigten.
Touché.
Ich hatte mich nach Verbundenheit gesehnt. Und sobald jemand zu nahe kam, geblockt. Weder absichtlich noch böswillig. So war das einfach. Unabhängigkeit als Schutz. Abstand als Normalzustand.
Mein eigenes Buch hatte mich ertappt. Mitten beim Schreiben.
In diesem und in den nächsten Blogposts wird es um die Kraft der Beziehungen gehen. Die Basis dazu: Das eigene Beziehungsverhalten verstehen.
Vorhang auf für deinen persönlichen Beziehungscode.
Unser Beziehungscode — aka Bindungsstil — ist von zwei Dimensionen geprägt. Die erste: Wie viel Angst erlebst du in Verbindung mit anderen — Angst vor Ablehnung, vor Verlust, vor dem, was passiert, wenn jemand zu nah kommt? Die zweite: Wie stark meidest du Nähe — wie sehr hältst du Abstand?
Aus diesen zwei Dimensionen entstehen vier Stile.
1) Sicher gebunden: Wenig Angst, wenig Vermeidung
2) Vermeidend gebunden: Wenig Angst, höhere Vermeidungswerte
3) Ängstlich gebunden: höhere Angstwerte, wenig Vermeidung.
4) Ängstlich-vermeidend gebunden. Viel Angst, viel Vermeidung.
Dein Beziehungscode ist das Ergebnis sowohl von Prägung als auch von genetischer Veranlagung. Ich kann beispielsweise vermeidend gebunden sein, weil ich Distanz in meiner Prägung immer als sicheren Raum erlebt habe. Oder ich kann einfach ein neurobiologisch hohes Autonomiebedürfnis haben. Vermeidung ist dann kein Schutzmuster, sondern einfach meine biologische Grundausstattung.
Und ganz ehrlich: Eigentlich ist das auch egal. Denn die entscheidende Frage lautet: Was ist dein Beziehungsstil und welchen Einfluss hat er auf deine Führungsbeziehungen?
Am Ende dieses Blogartikels findest du einen Selbsttest, der dir hilft, deinen Stil zu bestimmen. Aber: Erst lesen. Dann testen.
Du kennst diese Menschen. Die, bei denen du sagst, was du wirklich denkst — ohne nachzudenken. Deren Feedback direkt ist, ohne zu verletzen. Bei denen Konflikte nicht eskalieren, sondern sich klären. Du weißt sofort, wenn du ihnen begegnest. Und du weißt: So will ich auch führen.
Als sicher gebundener Mensch schätzt du Nähe und starke Beziehungen, sie sind deine Energiequelle. Vertrauen aufzubauen, fällt dir leicht. Konflikte fühlen sich für dich nicht bedrohlich an und du kannst schnell verzeihen. Die Downside: Unstimmigkeiten merkst du oft als der letzte, weil dein innerer Radar nicht ständig nach Gefahren sucht.
In der Führung bedeutet das: Sichere Beziehungen kannst du ganz natürlich anbieten. Feedback fließt in beide Richtungen. Du hältst Spannungen aus, ohne dass die Beziehung leidet. Psychologische Sicherheit ist für dich keine Technik — sie ist deine Grundhaltung. Der Raum, den du schaffst, trägt sich selbst.
Sicher gebundene Menschen auf diesem Level sind eher selten.Vielleicht gehörst du dazu — oder du kennst jemanden. Und du weißt: Es tut gut mit ihnen zu arbeiten.
Du nennst es Professionalität. Aber die Wahrheit ist: Kontakte und Beziehungen kosten dich mehr als sie dir geben. Teamarbeit ist anstrengend. Führung bedeutet für dich vor allem: klären, entscheiden, liefern. Und wenn jemand etwas von dir braucht, ist dein erster Gedanke: Warum soll ich die jetzt babysitten — das müssen sie doch selbst wissen.
Als vermeidend gebundener Mensch ist Unabhängigkeit dein höchstes Gut. Du verlässt dich am liebsten auf dich selbst, Hilfe brauchst du nur sehr selten. Das hat dich weit nach vorne gebracht. Autonomie, Entscheidungsstärke, wenig Ablenkung durch soziale Dynamiken sind echte Vorteile auf dem Weg nach oben. Deine Distanz wird als höchste Professionalität wahrgenommen.
Wer vermeidend gebunden ist, ist oft ein herausragender Individual Contributor. Der einsame Held an der Spitze, der sein Team durch die Stürme führt. Doch was nach außen wie Stärke wirkt, ist eigentlich Abwehr.
In der Führung wird daraus eine Falle.
Konflikte unterdrückst du, bevor sie emotional werden. Feedback empfindest du als Einmischung in deine Persönlichkeit — also bekommst du auch keins. Delegation fühlt sich wie Kontrollverlust an. Das Team lernt: Hier zeigt man sich besser nicht.
Du weißt, wie wichtig psychologische Sicherheit ist. Aber gerade in der Krise wirkst du kühl und ziehst dich zurück — die Distanz ist dein Schutz in der Unsicherheit. Doch damit fehlt deinen Kollegen genau dann die Sicherheit, wenn sie am meisten benötigt wird.
Auch die Zusammenarbeit im Leadership Team fällt dir schwer. Nähe strengt dich schnell an. Lieber arbeitest und entscheidest du allein. Das Signal an deine Peers: ich will nicht mit euch arbeiten.
Der Mitarbeiter, der seit Monaten nicht liefert. Du weißt es. Er weiß es. Und trotzdem führst du das Gespräch nicht. Stattdessen überlegst du, wie du ihm noch mehr helfen kannst. Eure Arbeitsbeziehung ist schon lange nicht mehr produktiv — aber du hältst sie aufrecht. Aus Angst, dass du ihn sonst verlierst.
Wenn du ängstlich gebunden bist, hast du früh erfahren, dass Nähe unberechenbar ist — manchmal da, manchmal nicht. Oder du bist einfach von Haus aus hypersensibel. Kleinste Irritationen lösen deinen Bedrohungsradar aus.
Das kann ein echtes Asset sein: Du hast feine Sensoren für Teamdynamiken. Du spürst Konflikte, die andere noch lange nicht sehen.
In der Führung kippt das. Du suchst permanent nach Bestätigung — dass die Beziehung noch stimmt, dass deine Arbeit gut ist, dass du gesehen wirst. Damit fällt es dir schwer, eine klare Haltung zu entwickeln. Eigenständige Entscheidungen fühlen sich wackelig an. Nach außen verkaufst du das als partizipative Führung.
Du meidest schwierige Gespräche, Konflikte und kritisches Feedback — aus Angst vor dem Beziehungsabbruch. Wer ängstlich gebunden ist, hält Beziehungen aufrecht, die längst nicht mehr tragen. Und merkt es oft als letzter.
Im Leadership Team fällt es dir schwer, deine eigene Haltung zu bewahren. Du spürst zu genau, was die anderen wollen — und passt dich an, bevor du merkst, dass du es tust.
Du bist gefangen. Einerseits sehnst du dich danach, zum Inner Circle zu gehören. Andererseits fällt es dir schwer, wirklich in den Kontakt zu gehen. Was, wenn sie dich nicht in ihrem Kreis haben wollen? Dann doch lieber alleine weiterarbeiten. Das ist sicherer.
Als ängstlich-vermeidend gebundener Mensch trägst du beides in dir: die Sehnsucht nach Verbundenheit und die Furcht davor. Du suchst Nähe — doch sobald sie da ist, hast du das Gefühl bedrängt zu werden.
Dein Alarmsystem reagiert auf kleinste Signale. Phasen von Wärme wechseln mit abruptem Rückzug — oft ohne erkennbaren Grund, auch für dich selbst. Wenn es emotional zu viel wird, gehst du raus. Ein ständiger Wechsel zwischen Nähe und Distanz. Stuck in the Middle.
In bestehenden Beziehungen bist du leicht verletzbar. Und sehr vorsichtig — trotz all deiner Sehnsucht. Du fürchtest dich vor der nächsten Enttäuschung — und produzierst sie mit deinem Verhalten selbst. Ein echter Teufelskreis.
In der Führung entsteht daraus Unberechenbarkeit. Deine Teams fangen an, um dich herum zu navigieren, statt zu arbeiten — sie überprüfen permanent: Welche Version sehen wir heute? Nähe oder Distanz. Vertrauen entsteht nur schwer, weil niemand weiß, worauf er sich verlassen kann.
Im Leadership Team zeigt sich das als Inkonsistenz. Mal voll dabei, kooperativ, mittendrin — dann plötzlich weg. Kein erklärbarer Grund. Die anderen lernen: Verlassen kann man sich nicht auf dich.
In der Bevölkerung sind rund 55–60% der Menschen sicher gebunden. Der Rest verteilt sich auf die drei unsicheren Stile — mit vermeidender Bindung als häufigstem Muster.
In Führungspositionen sieht das anders aus.[1]
Vermeidende und ängstlich-vermeidende Stile sind hierüberrepräsentiert - nicht durch Zufall, sondern durch Selektion. Autonomie, emotionale Kontrolle, Unabhängigkeit: All das sind Karrierebeschleuniger. Wer gelernt hat, ohne Näheauszukommen, kommt zunächst oft weiter als andere.
Damit machen tendenziell genau die Menschen Karriere, die am wenigsten sichere Bindung anbieten können. Mit nachhaltigen Folgen.
Unsichere Bindung in der Führung hat einen enormen Preis — der umso größer wird, je weiter oben du in der Organisation stehst.
Er beginnt mit Energie. Deiner — und der deiner Kollegen und deines Teams.
Das menschliche Gehirn hat nur begrenzte Reserven. Was für die Regulierung unsicherer Bindung verbraucht wird, fehlt woanders. Wer ängstlich gebunden ist, schiebt permanent Energie in das Screening der Umgebung auf potenzielle Bedrohungen. Jede Pause wird interpretiert. Jede Geste gelesen. Wer vermeidend gebunden ist, arbeitet permanent daran, das Grundbedürfnis nach Verbundenheit zu unterdrücken. In beiden Fällen steht dem Neokortex weniger Energie zur Verfügung. Kreativität, Planung, abstraktes Denken, all das leidet unter fehlender Sicherheit.
Unsichere Beziehungen sind ein permanentes, neurobiologisches Energieleck. Für dich. Und für alle um dich herum. Unsicher gebundene Teams sind daher weniger produktive und kreativ als Teams mit sicherer Bindung. Das ist das eigentliche Geheimnis hinter psychologischer Sicherheit.
Und es bleibt nicht bei dir. Dein Bindungsmuster betrifft nicht nur deine 1:1 Beziehungen — es wird zur Kultur. Teams passen sich an, sie lernen, was hier sicher ist und was nicht. Beiräte schweigen. Die Organisation spiegelt deinen Abstand — und verstärkt ihn. Was als persönlicher Stil beginnt, wird zum Betriebssystem des gesamten Unternehmens.
Auf der Top Ebene kommt ein weiterer Anspruch hinzu. Beziehungsfähigkeit ist hier keine Soft Skill mehr — sie wird zur Schlüsselkompetenz.
Dorothea Assig und Dorothee Echter beschreiben detailliert, was nachhaltigen Erfolg in der Top Liga ausmacht: eine starke persönliche Community. [2] Nicht Kontakte, die du nur pflegst, wenn du sie brauchst. Nicht Stakeholder-Management. Sondern Menschen, die sich mit gegenseitiger Wertschätzung begegnen — offen, persönlich. Eine lebendige Community, die trägt.
Die kannst du nur schaffen, wenn du in der Lage bist, aktiv sichere Beziehungen zu gestalten. Wenn du weder auf Distanz gehst, noch dich ängstlich anbiederst.
Diese starke persönliche Community ist auch das Gegengift für eine der wesentlichen Herausforderungen vieler Top Leader. Einsamkeit. Ja, der Job an der Spitze kann sehr einsam sein — niemand korrigiert mehr, alle wollen was von dir, du stehst ständig unter Beschuss. Aber unsichere Bindung, Distanz, die als Professionalität gilt, verstärkt diese Einsamkeit.
Die Gefahren unsicherer Bindung kennst du jetzt. Aber das Wissen allein reicht nicht. Du kannst erst dann an der Sicherheit arbeiten, wenn du die Beziehungscodes erkennen kannst — deinen eigenen und den deines Gegenübers. Dann wird aus einem diffusen Problem eine lösbare Aufgabe.
Das ist die fundamentale Klarheit in der Beziehungsmacht. Eine Klarheit, die etwas Grundlegendes verändert: Deine Beziehungen hören auf, Schicksal zu sein. Sie werden gestaltbar.
Ich kenne das Gefühl, Beziehungen für ein unlösbares Rätsel zu halten. Lange war das meine Normalität. Gute und schlechte Beziehungen passierten. Der Geschäftsführer, der ängstlich gebunden war — und dem ich aus meiner vermeidenden Haltung begegnete — keiner Wunder, dass wir nicht zusammenkamen. Die Unsicherheit, die ich selbst fühlte, und von der ich nicht wusste, wie ich sie auflöse. Heute sind die verschiedenen Bindungsstile ein Kompass für mich. Sie zeigen mir, in welcher Richtung ich Sicherheit schaffen muss.
Auch du kennst das: Der Kollege, der sich in der Krise zurückzieht. Die Mitarbeiterin, die nie zufrieden ist, egal was du tust. Der Boardkollege, der jedes Mal, wenn es emotional wird, auf die Sachebene flüchtet. Das Schweigen nach einem Feedback, das du für konstruktiv gehalten hast. Du hast das nicht falsch gemacht. Ihr seid euch nur mit zwei unterschiedlich unsicheren Codes begegnet.
Für Menschen, die ihr ganzes Berufsleben mit dem Gefühl gelebt haben, dass Beziehungen komplizierter sind, als sie sein müssten — dass andere zu empfindlich sind, zu fordernd, zu unberechenbar — ist das eine Erleichterung, die man nicht unterschätzen sollte.
Nicht weil es einfacher wird. Sondern weil du anfängst zu verstehen, was du bisher für Zufall oder Schicksal gehalten hast.
Ich erinnere mich an den Moment, in dem ich den Zauber sicherer Bindungen zum ersten Mal bewusst körperlich gespürt habe. Eine Runde von Unternehmern, mit denen ich etwas Neues schaffen wollte. Plötzlich floss Energie, die ich vorher nicht kannte. Kreativität, die sich nicht mehr aufhalten ließ. Die Bereitschaft, Dinge zu riskieren, die mir vorher unmöglich erschienen waren. Eine Leichtigkeit, die ich immer für eine Illusion gehalten hatte.
Es war keine Illusion. Es war das, was passiert, wenn Abstand aufhört, Energie zu kosten.
Sichere Beziehungen sind nicht Harmonie. Nicht Konsens. Nicht das Fehlen von Konflikt. Sie sind die tragfähige Basis reifer Beziehungsmacht.
Du kannst Nähe zulassen — ohne dich darin zu verlieren. Du kannst Konflikte führen — ohne die Beziehung aufzugeben. Du kannst vertrauen — ohne naiv zu sein. Du weißt, was du brauchst. Du siehst die Realität des anderen. Und du bleibst im Kontakt — auch wenn es reibt.
Wo Bindung sicher ist, wird Kapazität frei. Was vorher in Vigilanz, Abstand und Absicherung gebunden war, steht plötzlich für die eigentliche Arbeit zur Verfügung. Für Entscheidungen. Für Präsenz. Für das, wofür du wirklich da bist.
Nimm dir einen Moment. Bevor du den Test machst.
Wo zeigt sich dein Bindungsstil gerade — in welcher Beziehung, in welchem Muster? Was kostet er dich? Und was kostet er dein Gegenüber?
Sicher hast du inzwischen eine Ahnung, was dein Beziehungscode sein könnte. Mit dem folgenden Test kannst du ein genaueres Bild gewinnen. Dieser Test basiert auf dem ECR-RS — dem Experiences in Close Relationships — Relationship Structures Questionnaire, entwickelt von Fraley etal. (2011). Er misst die zwei Dimensionen: Angst in Beziehungen und Vermeidungvon Nähe. Aus der Kombination beider ergibt sich dein Bindungsstil.
Wichtig dabei: Du hast zwar einen überwiegenden Bindungsstil- aber die genaue Ausprägung variiert von Beziehung zu Beziehung. So ist mein Bindungsstil meist vermeidend, mit meiner besten Freundin habe ich jedoch eine sichere Bindung.
Den folgenden Test solltest du daher Beziehung für Beziehungmachen.

Trage dann deine Werte in die folgende Matrix ein:[3]

Wenn du vermeidend gebunden bist: Biete bewusst Sicherheit an, bleibe konsistent im Kontakt und lasse Nähe zu, statt sie nur zu tolerieren. Denn wenn du dich zurückziehst, werden die Menschen um dich herum irgendwann aufhören, auf dich zuzugehen.
Wenn du ängstlich gebunden bist: Baue ein stabiles Netzwerk sicherer Beziehungen auf. Sicherheit schafft Sicherheit — das gilt auch für dich. Menschen, die deine Beziehungsangebote dauerhaft nicht erwidern, darfst du loslassen. Nicht jede Beziehung ist reparierbar. Das ist ok.
Wenn du ängstlich-vermeidend gebunden bist: Du brauchst ein sicheres Dorf — einen kleinen Kreis von Menschen, dem du wirklich vertraust. Und du brauchst die Bereitschaft zur Reparatur. Wenn dein Rückzug jemanden verletzt hat — entschuldige dich.
Und wenn du deinen Code verstanden hast — nimm dir Zeit, ein Gefühl für die Beziehungscodes deines engsten Umfeldes zu gewinnen. Denn die Arbeit an sicheren Bindungen braucht immer beides. Was brauche ich, was braucht mein Gegenüber — und wie gestalte ich das ganz bewusst.
Mein Beziehungscode — dein Beziehungscode.
Das ist das Fundament reifer Beziehungsmacht.
Wie du daraus aktiv sichere Bindung gestaltest — was du tust, und wer du dabei bist — darum geht es im nächsten Blogpost.
[1] Keine zitierfähige Studienlage — nur meine Praxis. Unter meinen Klienten (durchweg erfolgreiche Führungskräfte und Unternehmer) sind rund 45% vermeidend, je 15% ängstlich und ängstlich-vermeidend gebunden. Wer zu mir kommt, hat naturgemäß einen Anlass — die Zahl ist keine Momentaufnahme der Führungsetagen. Aber sie zeigt, wer dort ankommt und dann feststellt, dass etwas fehlt.
[2] D. Assig / D. Echter: Ambition, 2. Aufl.
[3] Gestaltung der Grafik nach Levine, A. (2026): Secure.