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Gutes Wachstum fängt mit den richtigen Impulsen an
Wertvolle Anregungen für die Entwicklung deines Unternehmens und regelmäßige Inspirationen für deine persönliche Weiterentwicklung. Im Volate Blog findest du beides.
Schluss mit der Flucht aus der Verantwortung
Wenn du zu viel übernimmst oder Schuld verschiebst: Internalisierung & Externalisierung kosten dich Führung. So gewinnst du sie zurück.
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„Endlich mehr Leichtigkeit in meinem Leben!“ Diesen Satz schreibe ich seit Jahren in meinen Wochenreviews. Kategorie: Was wäre anders, wenn du heute schon dein Traumleben hättest?
Ich war schon immer eine Getriebene. Ambitioniert, wollte ganz nach oben, beweisen, dass ich schaffen kann, was vielen Menschen in meiner Familie versagt blieb: Der große Erfolg.
Um das zu erreichen, habe ich hart und mit viel Druck gearbeitet. Und tatsächlich schien es lange zu funktionieren. Nach neun Jahren in der Beratung wurde ich Geschäftsführerin bei Solon. Als ich dort zu wenig Support spürte, stieg ich aus – direkt in meine erste CEO-Position.
Ich war mit Leidenschaft dabei, hatte große Erfolge. Und doch kam der Einbruch: Ich hatte wichtige Beziehungen vernachlässigt. Dafür hatte ich keine Zeit. Dieses Muster wiederholte sich noch in zwei weiteren Rollen. Viel Arbeit, viel Druck, viel Verantwortung – und am Ende jedes Mal das abrupte Aus.
Schließlich stieg ich aus. Das ist jetzt sechseinhalb Jahre her. Ich wurde Coachin, baute mir etwas Neues auf. Meine Klienten schätzen meine Arbeit. Eine große Erfolgsstory.
Doch nach zwei, drei Jahren tauchte das alte Muster wieder auf. Das Hamsterrad. Der innere Druck. Das Gefühl, trotz aller Anstrengung nicht wirklich weiterzukommen. Gleichzeitig spürte ich: Da wäre doch so viel mehr möglich.
Bis mir klar wurde: Dieses ambivalente Gefühl – viel Druck und trotzdem nicht weiterkommen – hat System. Ich lief gegen ein unsichtbares Hindernis an: Meine innere Glasdecke.
Eine Grenze, die wir nicht sehen, aber deutlich spüren. Sie hält uns zurück, obwohl wir uns anstrengen. Sie macht es schwer, obwohl wir scheinbar alles richtig machen. Und je mehr Energie wir hineinstecken, desto härter scheint der Widerstand zu werden.
Viele meiner Klient:innen beschreiben genau das: Außen Erfolg und Bewegung – innen Frust und das Gefühl, stecken zubleiben.
Doch was ist diese innere Glasdecke eigentlich? Wie entsteht sie? Wen betrifft sie? Und welche Folgen hat sie? Das ist der Schwerpunkt dieses Blogartikels.
Was ist die innere Glasdecke?
Wenn ich mir meine innere Glasdecke vorstelle, sehe ich ein durchsichtiges Glasdach. Durch dieses Dach sehe ich den blauen Himmel, die Sterne, nach denen ich greife. Ich sehe, was alles sein könnte.
Doch jedes Mal, wenn ich mich streckte, spürte ich den Widerstand. Ich holte mir eine blutige Nase. Ich arbeitete härter – und trat trotzdem auf der Stelle.
Dieser Widerstand lag nicht im Außen: nicht im fehlenden Kapital, nicht im Chef, der mich nicht förderte, nicht im falschen Markt. Er lag in mir. In inneren Überzeugungen, alten Schutzmustern und tief eingeprägten Glaubenssätzen. Sie hatten mich lange erfolgreich gemacht – und blockierten nun meinen Durchbruch.
Der Glaubenssatz: „Nur wenn ich hart genug arbeite, erreiche ich alles.“ – dabei entstehen die größten Erfolge oft aus Leichtigkeit.
Die Überzeugung: „Ich muss meine Herausforderungen allein lösen.“ – statt mit anderen zusammenzuwirken.
Schutzmuster, die einst halfen – heute aber blockieren.
Wie heißt es bei Marshall Goldsmith so treffend: „What got you here won’t get you there.“
Die innere Glasdecke ist:
Unsichtbar - Wir sehen sie nicht, spüren aber ihre Wirkung.
Selbstgemacht – aber nicht selbst gewählt- Sie entstand aus Erfahrungen, die wir nie bewusst gewählt haben.
Ambivalent - einst hilfreich, heute eine Begrenzung.
Spürbar als Spannung – dieses nagende Gefühl: „Da geht mehr – aber ich komme nicht durch.“
Sie ist kein Scheitern, keine persönliche Schwäche. Sie ist das Ergebnis unserer Geschichte – und ein Entwicklungssignal. Sie zeigt: Unsere bisherigen Erfolgsstrategien reichen nicht mehr. Wir stehen an einer Schwelle. Wer seine Glasdecke erkennt, hält den Schlüssel für den nächsten Durchbruch in der Hand.
Denn - und das ist die gute Nachricht:
Unsere Glasdecke besteht nicht aus unüberwindlichem Panzerglas. Sie besteht aus vielen einzelnen Glasbausteinen, die wir Schritt für Schritt aus dem Weg räumen können.
Wer seine Glasdecke wahrnimmt, kann diese Glasbausteine Schritt für Schritt abbauen: Glaubenssätze überschreiben, die eigene Geschichte annehmen, bisher verborgene Stärken aus dem Schatten holen. Und damit ganz bei sich ankommen. Zu einem Menschen werden, der Zugang zu sich und all seinen Potenzialen hat.
Wie entsteht die innere Glasdecke?
Unsere Glasdecke fällt nicht einfach vom Himmel. Sie wächst leise – über Jahre, manchmal Jahrzehnte. Glasbaustein für Glasbaustein, bis daraus ein durchsichtiges Dach wird.
Frühe Prägungen
Schon in den allerersten Jahren unseres Lebens lernen wir, wie wir sein müssen, um dazu zugehören, geliebt oder sicher zu sein.
Manche dieser Prägungen sind offensichtlich – etwa klare Erwartungen unserer Eltern oder Lehrer:
„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“
„Stell dich nicht in den Vordergrund, gib nicht so an“
„Unglaublich, was du alles schaffst.“
Andere sind subtiler. Alltagstraumata – Situationen, die für Außenstehende klein wirken, sich für das Kind aber unkontrollierbar und bedrohlich anfühlen:
die fehlende Aufmerksamkeit der Eltern, weil alles um das kranke Geschwisterkind kreist,
die abweisende Geste: „Sei nicht so empfindlich“,
die Überforderung ambitionierter Eltern, die das Beste wollen – und doch Druck auslösen.
Alltags-Traumata, werden von unseren Eltern in „tragischer Unwissenheit“ ausgelöst, wie es die Psychologin Stephanie Stahl nennt. Unsere Eltern wollen das Beste, doch es kommt anders an.
Until you make the unconscious conscious, it will direct your life and you will call it fate.
C.G. Jung
Und manchmal sind es echte Traumata – wie der Scheidungskrieg der Eltern oder massives Mobbing in der Schule.
Diese Momente hinterlassen Spuren. Sie schaffen Glaubenssätze wie:
„Ich muss stark sein, um sicher zu sein.“
„Ich darf nicht zur Last fallen.“
„Nur wenn ich Leistung bringe, werde ich gesehen.“
Erste Erfolge
Später setzen wir diese Programme um: In Schule, Studium, Beruf. Wir sind fleißig, zuverlässig, perfektionistisch, durchsetzungsstark.
Und es funktioniert. Wir ernten Anerkennung, erreichen Ziele, bauen auf. Doch mit jedem Erfolg verfestigt sich die innere Überzeugung – und eine bewegliche Überzeugung wird zu einem starren Gesetz.
So war es auch bei mir. Aus der positiven Grunderfahrung „Mir gelingt viel und das fühlt sich gut an.“ wurde Schritt für Schritt der absolute Glaubenssatz: „Nur wenn ich immer alles schaffe, bin ich ein guter Mensch.“
Damit liegen die ersten Glasbausteine. Denn absolute Glaubenssätze begrenzen unsere Freiheit.
Gleichzeitig spalten wir Seiten von uns ab: unsere Verletzlichkeit, das Bedürfnis nach Nähe, die Lust, im Mittelpunkt zu stehen. All das wandert in den Schatten – und wird Teil unserer Glasdecke.
Wachsende Verantwortung
Mit den Jahren wächst unser Spielfeld. Immer mehr Menschen hängen von uns ab, Projekte werden größer, Systeme komplexer. Und genau hier kippen die alten Strategien: Kontrolle wird zu Mikromanagement. Perfektion zu Erschöpfung. Anpassung zu Selbstverleugnung.
So formt sich die Glasdecke: ein unsichtbares Dach, getragen aus unserer Geschichte, das uns am nächsten Schritt hindert. Was einst Schutz war, ist heute zum Käfig geworden.
Wen betrifft die Glasdecke besonders?
Fast jeder Mensch trägt irgendwo eine Glasdecke in sich. Doch längst nicht alle stoßen an ihr an.
Viele bewegen sich ihr Leben lang innerhalb des Rahmens ihrer alten Strategien. Sie leben solide, erfolgreich im herkömmlichen Sinn, zufrieden im vertrauten Spielfeld. Die Glasdecke ist da – aber sie bleibt unsichtbar, weil niemand an ihr rührt.
Anders ist es bei Menschen, die mehr wollen. Menschen, die nicht nur erfolgreich, sondern auch frei und lebendig leben wollen. Die mit ihrem Tun etwas bewegen möchten – für sich, für andere, vielleicht sogar für die Welt.
Menschen wie du und ich. Je größer der Traum, je weiter der Horizont, desto klarer zeigt sich das Hindernis.
Typischerweise sind es:
Die Hochambitionierten – mit starkem inneren Antrieb, bereit, hart für ihre Ziele zu arbeiten.
Die Leistungsorientierten – die gelernt haben, ihren Wert über Ergebnisse zu definieren.
Die Sensiblen – mit feinen Antennen für Erwartungen anderer, die Gefahr laufen, sich selbst aus dem Blick zu verlieren.
Die Führungspersönlichkeiten – die Verantwortung tragen, aber merken: Kontrolle und Perfektion funktionieren nicht mehr..
Wir alle erleben früher oder später das Dilemma der inneren Glasdecke:
Wir wollen mehr bewegen, wir spüren: Da ist noch mehr möglich.
Unsere alten Muster haben uns weit gebracht – sie haben ihren Wert bewiesen.
Doch irgendwann kippt es. Was uns einst stark machte, wird zur Last.
So war es auch bei mir: Meine hohe Leistungsfähigkeit brachte mich an meine Grenze. Ich überlud mich, füllte meinen Kalender immer mehr, funktionierte nur noch – und verlor den Zugang zu meiner größten Stärke: Kreativität und Empathie.
Zusammengefasst: Jeder Mensch trägt eine Glasdecke in sich. Doch nur die, die größer träumen, erleben sie als Begrenzung. Und nur wer sie durchbricht, erschließt sich ein neues Level von Freiheit, Wirkung und Lebendigkeit.
Welche Folgen hat die Glasdecke?
Die Glasdecke zeigt sich zuerst leise. Ein nagendes Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Wir geben viel Energie – und spüren doch, dass die Wirkung ausbleibt.
Diese Symptome zeigen uns, dass wir an unserer Glasdecke angekommen sind:
Das Gefühl des Steckenbleibens: Äußerlich Erfolg, innerlich Stillstand.
Wiederkehrende Selbstzweifel: „Bin ich wirklich gut genug?“ – trotz aller Erfolge.
Wachsende Erschöpfung: Alte Muster wie Kontrolle oder Perfektion fressen immer mehr Energie.
Verlust von Lebendigkeit: Freude und Kreativität trocknen aus, Entscheidungen fühlen sich schwer an.
Wenn wir an diesem Punkt nicht innehalten, hat die Glasdecke spürbare Konsequenzen. Sie wirkt nicht nur in uns, sondern auch nach außen.
Stagnation: Statt qualitativer Sprünge gibt es nur „mehr vom Gleichen“. Chancen bleiben ungenutzt, andere ziehen vorbei.
Belastete Beziehungen: Teams leiden unter Mikromanagement oder Rückzug, im Privaten zeigen sich Gereiztheit und emotionale Distanz.
Hoher persönlicher Preis: Innere Leere, Energieverlust, manchmal auch psychosomatische Symptome.
Verpasste Lebensqualität: Das Leben wirkt enger, als es sein könnte. Das glänzende Hamsterrad bleibt trotzdem ein Hamsterrad.
Vieles davon kenne ich nur zu gut. Ich lief im Affentempo auf der Stelle. Ich vergaß, mir Zeit für mich zu nehmen, Räume für Kreativität zu schaffen. Ich arbeitete meine Routinen ab, zog mich zurück – bis zu physischen Symptomen: Schlaflose Nächte, Rückenschmerzen, das Gefühl, wieder zu viel zu tragen.
Leichtigkeit entsteht, wenn wir aufhören, gegen uns selbst zu kämpfen.
Die größte Folge: Wir spüren das Mehr, das möglich wäre – und erleben gleichzeitig, dass wir nicht durchkommen. Dieser Widerspruch ist schmerzhaft. Und er bleibt, bis wir die Glasdecke nicht nur als Hindernissehen, sondern als Signal: Ein Weckruf für den nächsten Entwicklungsschritt.
Die drei Gesichter der Glasdecke
Wenn wir an unsere innere Glasdecke stoßen, erleben wir das selten bewusst. Wir rutschen automatisch in vertraute Muster – uralte Schutzprogramme in unserem Nervensystem.
Und so unterschiedlich wir sind – am Ende lassen sich die Reaktionsweisen auf drei Grundformen zurückführen:
Kampf: Manche stemmen sich mit aller Macht gegen die Grenze. „Solange ich anschiebe, geht es weiter.“ Doch die Glasdecke lässt sich nicht verschieben. Sie muss abgebaut werden – Schritt für Schritt.
Flucht: Andere weichen aus. „Ich fange einfach anderswo neu an – dort wird es besser.“ Doch ungelöste Blockaden nehmen wir mit – und erreichen sie beim nächsten Mal noch schneller.
Erstarren: Wieder andere halten still. „Klein ist doch auch ganz schön.“ Doch die Träume verschwinden nicht – und der Frust wächst.
Diese Strategien sind zutiefst menschlich. Sie haben uns lange geschützt. Doch wenn wir ihnen unbewusst folgen, verstärken sie die Glasdecke, statt sie zu überwinden.
Meine eigene Strategie war eine Mischung aus Kampf und Erstarren. Ich habe mich abgearbeitet, versucht mit Kraft nach vorne zu kommen– erfolglos. Und wenn ich zu frustriert war, zog ich mich zurück. Ich redete mir ein: „Ist doch eigentlich alles super – warum muss ich immer mehr wollen?“
Doch auch ein großer Traum, den wir leugnen, bleibt ein großer Traum.
„Endlich mehr Leichtigkeit in meinem Leben.“ – mit diesem Satz habe ich diesen Newsletter begonnen. Heute weiß ich: Genau dort, wo wir auf unsere Glasdecke stoßen, liegt der Weg dorthin verborgen.
Im nächsten Blogartikel tauchen wir tiefer in die drei Gesichter der Glasdecke ein – Flucht, Kampf und Erstarren. Wir schauen uns an, woher sie kommen, wie sie wirken – und wie wir beginnen können, die ersten Glasbausteine aus dem Weg zu räumen.
TL;DR
Die innere Glasdecke ist eine unsichtbare Grenze in uns – entstanden aus alten Glaubenssätzen und Schutzmustern. Sie hat uns einst getragen, blockiert uns heute beim nächsten Schritt.
Sie wächst durch frühe Prägungen, erste Erfolge und wachsende Verantwortung. Was früher Stärke war, wird zur Last – Perfektion zu Erschöpfung, Kontrolle zu Mikromanagement, Anpassung zu Selbstverleugnung.
Besonders spürbar wird sie bei Menschen, die mehr wollen: Ambitionierte, Leistungsorientierte, Sensible und Führungspersönlichkeiten.
Zuerst zeigt sie sich leise: Frust trotz Erfolg, Selbstzweifel, Erschöpfung. Bleiben wir dort hängen, folgen Stagnation, begrenzte Wirkung und ein hoher persönlicher Preis.
Die Glasdecke hat drei Gesichter: Kampf, Flucht und Erstarren. Uralte Muster, die uns schützen sollten – und uns heute blockieren.
Die gute Nachricht: Die Glasdecke ist kein Scheitern, sondern ein Entwicklungssignal. Sie zeigt: Der nächste Durchbruch ist zum Greifen nah.
Und nun zu dir!
Wo in meinem Leben spüre ich ein nagendes Gefühl von „Da müsste doch mehr möglich sein“ – obwohl ich mich stark anstrenge?
Welche Überzeugungen oder Sätze habe ich von klein auf mitbekommen, die mich einerseits stark gemacht haben – und mich heute vielleicht begrenzen?
Welche Symptome einer Glasdecke finde ich bei mir wieder – z. B. Selbstzweifel, Erschöpfung, Verlust von Lebendigkeit?
Erkenne ich mich eher im Muster von Kampf, Flucht oder Erstarren wieder, wenn ich auf innere Widerstände stoße?
Was würde sich in meinem Leben verändern, wenn ich meine Glasdecke nicht als Scheitern, sondern als Einladung zum nächsten Schritt sehen würde?
Hier gibts mehr dazu…
Dein Weg durch die innere Glasdecke: Erfolg – und plötzlich läuft’s nicht mehr? Entdecke, wie du deine innere Glasdecke durchbrichst und das Leben führst, das wirklich zu dir passt.
10 Thesen für mehr Leichtigkeit: Leichtigkeit ist kein Luxus – sie ist dein Erfolgsrezept. Zehn Impulse für Leader, die wirken wollen, ohne sich aufzureiben.
Das größte Feuer erlebe ich bei Menschen, die von einem tiefen inneren Anliegen getragen sind.
Man sieht es in ihren Augen. In ihrer Entschlossenheit. In der Klarheit ihrer Entscheidungen. Sie sind nicht einfach nur ehrgeizig – sie sind verbunden mit etwas Größerem.
Ich denke an Unternehmer, die langfristig starke, „enkelfähige“ Unternehmen aufbauen. An Leaderinnen, die mutig die Transformation ihrer Organisation vorantreiben, wie:
Antje von Dewitz, die VAUDE mit Klarheit und Überzeugung auf Nachhaltigkeit ausrichtet – ökologisch, sozial, unternehmerisch.
Bodo Janssen, der aus persönlicher Krise eine neue, menschenzentrierte Führungskultur entwickelt hat.
Bill Anderson, der als CEO von Bayer eine radikale Vereinfachung und Verantwortungsverschiebung lebt – weil er Führung neu denkt: nicht als Kontrolle, sondern als Vertrauen
All das sind Menschen, die sich immer wieder die Frage stellen:
„Was ist mein Beitrag – jenseits von Status, Zahlen und Applaus?“
Sie haben ein inneres Anliegen. Etwas, das sie antreibt, auch wenn es schwer wird. Etwas, das ihrem Handeln Richtung gibt – und Tiefe. Etwas, das sie nicht mehr loslässt.
Ich weiß, wie sich dieses innere Feuer anfühlt. Und ich weiß auch, wie es sich anfühlt, wenn es fehlt. Zum ersten Mal hat sich mir mein Anliegen mit 16 offenbart. Im Kunstunterricht. Ein Klumpen Ton. Meine Hände formten – ohne zu wissen, was. Was dabei herauskam, erschreckte mich. Und veränderte alles.
Die ganze Geschichte – und was sie mit deinem Anliegen zu tun hat – liest du gleich.
In diesem Blogartikel erfährst du: Was ein echtes inneres Anliegen ausmacht. Warum Ziele dich irgendwann leer lassen. Wie du deinem Anliegen in 3 Schritten näher kommen kannst.
Dafür bin ich in dieser Welt!
Jeder Mensch, der Großes bewegt, begibt sich früher oder später auf eine innere Reise. Eine Reise, auf der wir nicht nur Fähigkeiten entwickeln – sondern uns selbst neu entdecken.
Die Heldenreise beschreibt diese Entwicklung in universellen Stationen. Eine ihrer entscheidenden Etappen ist: Der Ruf. Der Moment, in dem du eine leise, aber bestimmte Stimme in dir hörst:
„Da ist etwas, für das du auf dieser Welt bist.“
Das ist dein Anliegen.
Der tiefere Grund, aus dem du hier bist. Nicht als Jobbeschreibung – sondern als innere Ausrichtung, als persönliche Antwort auf die Frage: Was soll durch mich in die Welt kommen?
Ein echtes Anliegen ist der innere Antrieb vieler Menschen, die Außergewöhnliches leisten. Ganz gleich, ob wir Unternehmerin, Top-Manager, Künstlerin oder Sportler sind – wir alle brauchen das Gefühl, dass unser Tun über uns selbst hinausweist. Dass es Sinn stiftet.
Denn genau das gibt uns die Kraft, dranzubleiben – auch wenn es schwierig wird. Gerade dann.
Die Ambition ist wie ein autonomer Wille, der die persönliche Entwicklung in eine bestimmte Richtung trei
Dorothea Assig & Dorothee Echter in "Ambition"
Was ist ein Anliegen?
Dein inneres Anliegen ist der Wunsch, aus dem, was du erlebt, überstanden und gelernt hast, etwas Gutes für andere entstehen zu lassen.
Unser Anliegen entsteht nicht im Kopf - sondern im Erleben. Dort, wo du berührt wirst. Erschüttert. Dort, wo du mit dir gerungen hast – und dennoch weitergegangen bist.
Unser Anliegen ist anfangs oft nur eine Ahnung. Mehr ein inneres Ziehen als ein klares Ziel. Etwas in uns sagt: „Da ist etwas, das durch mich in die Welt will.“ Mit jeder Erfahrung, mit jeder überstandenen Krise wird es klarer. Bis es uns irgendwann kraftvoll trägt.
Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als sich mein Anliegen erstmals zeigte.
Ich war sechzehn. Im Kunstunterricht bekamen wir einen Klumpen Ton. Die Aufgabe: Forme, was aus dir heraus entstehen will. Ich tauchte ab in den kreativen Flow. Meine Hände bewegten sich wie von selbst – ohne Plan, ohne Denken.
Als ich später mein Werk betrachtete, stockte mir der Atem.
Vor mir stand eine kleine Figur: Ein Mensch, zusammengekauert, eingeschlossen in einem Käfig – einem Käfig, dessen Tür sperrangelweit offenstand.
Im ersten Moment bekam ich einen Schreck. Denn ich erkannte: Das war ich.
Ich war damals leistungsstark, gut gefördert, voller Potenzial. Und trotzdem war da etwas in mir, das sich zurückhielt. Ein Teil wollte wachsen, aufblühen, wirken. Ein anderer fühlte sich gefangen.
Heute weiß ich, was mich damals gefangen hielt: Eine unsichtbare, durch mehrere Generationen weitergegebene innere Glasdecke.
In diesem Moment, mit dieser Skulptur, war etwas in mir wach geworden. Der erste leise Ruf:
„Du bist nicht hier, um dich klein zu halten. Du bist hier, um echten Impact zu haben – und anderen dabei zu helfen, dasselbe zutun.“
Ziele vs. Anliegen: Das unendliche Spiel
Wir alle kennen das: Du steckst dir ein Ziel – und arbeitest entschlossen darauf hin. Wenn du es erreicht hast, kommt das nächste. Dann das übernächste...
✅ Studium ✅ Erste Führungsrolle ✅ Familie gründen ✅ Funding-Runde abschließen ✅ C-Level erreichen ✅ Exit schaffen
Du bleibst in Bewegung, getrieben, zielorientiert. Aber was passiert, wenn du oben angekommen bist – und es kein nächstes Ziel mehr gibt?
Ich sehe das ständig in meiner Arbeit:
Gründer und Gründerinnen, die kraftvoll auf den Exit hingearbeitet haben – und all ihre Energie verlieren, wenn er ausbleibt. Oder die ihn schaffen – und sich danach leer und richtungslos fühlen.
Top-Manager, die sich jahrelang durch Karriereleitern gekämpft haben – und im Moment des Erfolgs spüren: „Ich dachte, wenn ich das geschafft habe, bin ich endlich angekommen. Aber jetzt fühlt es sich leer an.“
Wenn wir Ziele erreichen, ohne dass ein Anliegen dahintersteht, entsteht keine Erfüllung – sondern Leere.
Wenn wir sie NICHT erreichen, bleibt nur Frust und das Gefühl von Scheitern.
Bei mir selbst kam dieser Moment, als ich „oben“ angekommen war. Sichtbar, anerkannt, einflussreich. Und doch: innerlich entfremdet. Ich funktionierte nur noch – aber ich war nicht verbunden. Nicht mit mir. Nicht mit einem tieferen Warum.
Und weil mir ein Anliegen fehlte, bremste ich mich selbst aus. Unbewusst. Ich fing an meine eigene Arbeit zu sabotieren: Hamsterrad, Bottleneck, unnötige Konflikte im Management-Team.
⚠️ Das Problem mit Zielen: Sie enden.
Ziele sind endlich. Du erreichst sie – und dann? Manchmal kommt Freude. Oft: Leere. Und meistens: Die Jagd nach dem Nächsten. Denn wenn du keinen inneren Kompass hast, brauchst du immer neue äußere Meilensteine. Noch ein Titel. Noch ein Umsatzsprung. Noch eine Herausforderung.
Ohne Anliegen brauchst du die nächste Karotte – mit Anliegen weißt du, wohin du gehst.
♾️ Anliegen: Einladung zum unendlichen Spiel
Ein Anliegen funktioniert grundlegend anders. Es hat kein Ende. Keine Deadline. Kein „Erledigt“. Es ist ein innerer Ruf, der dich begleitet – auch wenn Projekte scheitern. Auch wenn du innehältst. Auch wenn der Applaus ausbleibt.
Ein Anliegen ist nicht das, was du erreichen willst. Es ist das, wofür du da bist.
Wer sein Anliegen kennt, lebt und führt aus einer anderen Haltung:
Souverän – weil du weißt, wofür du stehst
Präsent – statt getrieben
Klar - statt reaktiv
Innerlich weit – statt verbissen
Wie entsteht unser Anliegen?
Ein echtes Anliegen ist nichts, das du dir einfach vornimmst. Es ist kein Branding-Tool oder cleverer Positionierungssatz.
Dein Anliegen entsteht nicht im Kopf – sondern im Leben. Es wächst leise. Oft über Jahre. Und meistens beginnt es dort, wo du es am wenigsten erwartest: In der Krise. In der Spannung. Im inneren Bruch.
Die Leadership-Expertinnen Dorothea Assig und Dorothee Echter bringen es auf den Punkt:
Das innere Anliegen entsteht durch äußere Not und innere Konflikte, die überwunden wurden und immer wieder neu überwunden werden.
Die Überwindungskompetenz geht mit dem Wunsch nach Heilung und Versöhnung einher, dem Willen, für alle Menschen, denen Ähnliches widerfährt, Gutes zu bewirken.
Als ich mit sechzehn meine Skulptur formte – diesen Menschen im offenen Käfig – wusste ich noch nicht, dass ich gerade die Wurzel meines Anliegens berührte.
Damals war das noch kein Konzept. Keine Vision. Kein Plan. Nur ein Gefühl. Ein Bild aus meinen Händen. Ein Ausdruck dessen, was in mir war – und nicht zur Entfaltung kam.
Ich spürte: Da ist Kraft. Da ist Potenzial. Aber da ist auch etwas, das mich zurückhält.
Mein Anliegen wurde geboren in der Spannung zwischen dem, was in mir angelegt war – und dem, was ich mir selbst zu leben erlaubte. Diese Spannung begleitet mich bis heute.
Denn sie ist das Zentrum meines Anliegens: Ich helfe ambitionierten Menschen, die ihr Potenzial spüren – sich aber selbst im Wegstehen. Menschen, die viel erreicht haben – und ahnen, dass da noch mehr in ihnen liegt. Nicht mehr Leistung. Sondern: Mehr Wirkung. Mehr Klarheit. Mehr Tiefe.
Die drei Komponenten deines Anliegens
In meiner eigenen Geschichte – und in der Begleitung von hunderten Führungskräften, Unternehmerinnen und Gründern – erkenne ich immer wieder drei zentrale Komponenten, aus denen ein starkes Anliegen erwächst. Auch das Zitat von Assig & Echter zeigt sie:
Eine durchlebte Krise
Eine entwickelte Überwindungskompetenz
Der Wunsch, zum Wohle anderer zu wirken
Diese drei Elemente sind der Nährboden, auf dem ein echtes Anliegen wächst. Lass uns diese drei Bausteine gemeinsam anschauen.
🔥 Krise durchlebt
Jedes Anliegen wurzelt in einer Erfahrung von innerer Not. Ein Bruch, ein Schmerz, eine Phase, die dich erschüttert hat – manchmal früh im Leben, manchmal mitten in der Karriere.
Selten ist es ein einzelnes Ereignis. Sondern ein Muster, das sich durch dein Leben zieht. Und manchmal beginnt es auch bereits bei deinen Vorfahren. So war es bei mir.
Ich komme aus einer Linie starker, kreativer Frauen. Frauen, die viel tragen mussten: Krieg, Vertreibung, Verluste, Alleinsein. Frauen, die viel geleistet haben – aber sich selbst nie ganz entfalten konnten. Was sie mir – unausgesprochen – weitergaben, war eine Art innere Glasdecke:
„Ich bin nur okay, wenn ich perfekt funktioniere.“
„Ich darf niemanden belasten.“
„Erfolg ist nie sicher.“
Diese Sätze waren nicht laut – aber sie wirkten. Sie hielten mich zurück, gerade dort, wo ich eigentlich wachsen wollte. Und sie zeigten sich später in meiner Karriere. Ich war dreimal im C-Level. Dreimal sichtbar, stark, erfolgreich. Und dreimal ging es abrupt zu Ende.
Nicht, weil ich fachlich versagt hätte. Sondern weil ich unbewusst gegen diese innere Glasdecke rannte – eine Grenze in mir, die ich mir nicht selbst gesetzt hatte, aber lange unbewusst mittrug. Ich war erfolgreich – aber nicht verbunden mit einem Anliegen. Ich funktionierte – aber ohne inneres Warum.
Und so kam es jedes Mal zum Bruch. Schmerzhaft, ja – aber auch heilsam. Denn in diesen Brüchen zeigte sich mein Anliegen zum ersten Mal klar: Ich will nicht nur „erfolgreich“ sein. Ich will wirken. Mit Sinn. Mit Tiefe. Mit echter Verbindung.
💪 Überwindungskompetenz
Krisen allein formen noch kein Anliegen. Viele Menschen erleben Brüche – aber nicht alle wachsen daran. Manche verharren in Frust, werden zynisch oder hart.
Was ein Anliegen entstehen lässt, ist nicht nur das, was dir passiert –sondern wie du damit umgehst.
Für mich war es ein langer, oft unbequemer Weg. Ich hätte die Schuld bei den Umständen suchen können: Im System, in der Führung, in der Kultur. Aber irgendwann wurde mir klar: Wenn ich mein Potenzial freisetzen will, dann muss ich mich selbst in den Blick nehmen. Radikal.
Ich begann, mich mit meinen eigenen inneren Mechanismen auseinanderzusetzen: Mit meinen Glaubenssätzen, meinen Triggern, meinen Schattenanteilen. Ich erkannte die Muster, mit denen ich mich klein hielten – nicht, weil sie wahr waren, sondern weil sie vertraut waren. Und ich begann, sie zu verändern.
Diese Arbeit war nicht linear. Nicht angenehm. Aber sie war entscheidend. Ich habe gelernt, mich nicht länger zu sabotieren, sondern Verantwortung für mein inneres Erleben zu übernehmen. Ich wurde klarer, souveräner, reifer.
Diese innere Reifung ist heute das Fundament meiner Arbeit. Sie ist meine Überwindungskompetenz. Die Kompetenz, mit der ich andere durch ähnliche Prozesse begleite.
💠 Zum Wohl anderer wirken
Ein echtes Anliegen bleibt nicht bei dir. Es will als Beitrag hinaus in die Welt. Denn wer durch Krisen gegangen und gewachsen ist, spürt irgendwann: „Das, was ich gelernt habe, ist nicht nur für mich gedacht.“
Schon in meinen früheren Führungsrollen gab es Momente, die sich für mich echter anfühlten als jeder äußere Erfolg. Immer dann, wenn ich ambitionierte Menschen begleitete, die an sich selbst zweifelten. Wenn ich miterleben durfte, wie sie innerlich aufblühten, ihren eigenen Kompass wiederfanden und plötzlich in ihre Kraft kamen.
Nicht durch Druck. Sondern durch Raum. Vertrauen. Spiegelung.
Damals war das ein Teil meines Jobs – heute ist es mein Beruf. Und mein Anliegen.
Ich begleite Gründer, Unternehmerinnen und Leader, die erfolgreich sind – aber innerlich getrieben, erschöpft oder orientierungslos. Menschen, die ahnen, dass mehr in ihnen steckt – aber nicht wissen, wie sie es freilegen können. Menschen, denen es so geht, wie es mir lange Zeit ging.
Ich helfe ihnen, ihre innere Begrenzung zu durchbrechen – und den Impact zu entfalten, für den sie wirklich hier sind. Nicht durch mehr Anstrengung. Sondern durch innere Reife. Durch Klarheit. Präsenz. Tiefe.
Das ist mein Anliegen. Und genau das möchte ich weitergeben.
Finde dein Anliegen – in 3 Schritten
Ein echtes Anliegen kannst du dir nicht einfach vornehmen. Aber du kannst ihm näher kommen – Schritt für Schritt. Indem du dir Raum nimmst. Ehrlich auf deinen Weg schaust. Und die Geschichten in dir zu Wort kommen lässt.
Nimm dir 3 x 30 Minuten Zeit. Schreib per Hand. Intuitiv. Unzensiert. Du musst nichts „formulieren“. Nur dir selbst zuhören. Dein Anliegen kennt den Weg.
🔥 Die Krise verstehen
Wo warst du am tiefsten erschüttert?
Welche Erfahrungen in deinem Leben haben dich wirklich herausgefordert?
Wann hattest du das Gefühl, festzustecken oder dich selbst zu verlieren?
Welche Sätze oder Überzeugungen hast du in diesen Phasen über dich und die Welt verinnerlicht?
Schreib 1–2 prägende Erlebnisse auf – aus Kindheit, Jugend oder Beruf. Spüre nach, was sie in dir ausgelöst haben. Welche Muster erkennst du? Was zieht sich durch?
Oft liegt genau dort der Ursprung deines Anliegens.
💪 Überwindungskompetenz erkennen
Was hat dich wachsen lassen?
Wie hast du dich durch diese Krisen hindurch bewegt?
Welche Fähigkeiten, Haltungen oder inneren Ressourcen hast du dabei entwickelt?
Was weißt du heute, was du damals nicht wusstest?
Mach dir bewusst, welche Kompetenzen, Einsichten und Stärken du dir in diesen Krisen „erarbeitet“ hast – nicht theoretisch, sondern im echten Leben.
Das ist deine persönliche Überwindungskompetenz. Sie ist einzigartig. Sie gehört dir.
💠 Zum Wohl anderer wirken
Wo wird deine Geschichte zum Beitrag?
Wem könntest du mit deiner Erfahrung heute helfen?
Gibt es Menschen oder Themen, mit denen du besonders tief in Resonanz gehst?
Welche Wirkung willst du entfalten – jenseits von Status, Erfolg oder Applaus?
Dein Anliegen zeigt sich dort, wo deine Geschichte auf ein Bedürfnis in der Welt trifft.
Dort beginnt dein Beitrag. Dort ruft dich das unendliche Spiel.
Fazit: Dein Anliegen ist deine tiefe Kraft
Dein Anliegen ist nichts, das du dir ausdenken musst. Es ist längst da. Verwoben mit deiner Geschichte. Versteckt in deinen Krisen, deinen Brüchen, deinen Erkenntnissen. Es spricht leise – aber kraftvoll, wenn du bereit bist, hinzuhören.
Du musst nicht perfekt sein. Du musst nicht „fertig“ sein. Du musst nur anfangen, ehrlich mit dir zu sein.
Denn das, was dich geprägt hat, das, was du überwunden hast, und das, was dir heute wirklich wichtig ist – das alles gehört zusammen. Darin liegt dein Anliegen. Ein Anliegen, das dich durch die Höhen und Tiefen trägt, dir immer wieder zeigt: Darum gibt es dich.
Und das gleichzeitig eine ganz besondere Energie in dir wach werden lässt. Die Energie, die dich durch dein Upper Limit trägt und Großartiges erreichen lässt.
Oder wie der Mythenforscher Joseph Campbell einst sagte.
Follow your bliss. And the universe will open doors, where there were only walls.
Hier gibts mehr dazu…
Spiele das unendliche Spiel: Viele spielen auf Sieg. Doch was, wenn der wahre Erfolg im unendlichen Spiel liegt? Entdecke, was dich wirklich trägt – als Unternehmer, als Leader und als Mensch.
Das Upper Limit: Deine heimliche Erfolgsbremse. Erfolg – und plötzlich läuft’s nicht mehr? Entdecke, wie du dein Upper Limit erkennst, durchbrichst und das Leben führst, das wirklich zu dir passt.
Manchmal reicht ein Blick. Ein Wort. Ein Halbsatz.
Und plötzlich steht alles in dir auf Alarm: Dein Puls steigt, dein Atem wird eng, du willst kämpfen, fliehen oder einfach nur verschwinden.
Du bist mitten in einer Alltagssituation – und doch fühlt es sich an, als wärst du in einem alten Film gelandet.
Willkommen in der Welt der Trigger.
In meiner Coachingarbeit erlebe ich täglich, wie kraftvoll – und tief – diese Reaktionen wirken. Selbst bei reflektierten Menschen in verantwortungsvollen Rollen:
Sven, ein Gründer, dessen Werte wie Loyalität und Fairness durch einen nüchternen Investoren-Vorschlag angegriffen werden.
Ich selbst, damals COO, wie ich den Erfolg eines Kollegen klein redete – weil er eine Seite von mir lebte, die ich mir selbst nie erlaubt hatte.
Jasmin, eine starke Führungskraft, die nur schwer mit emotionalen Kollegen umgehen konnte – weil sie dabei unbewusst ihrer chaotischen Kindheit begegnete.
Drei Geschichten. Drei Arten von Triggern. Und eine gemeinsame Botschaft:
Trigger sind keine Störung – sie sind eine Einladung, du selbst zu werden.
In diesem Blogartikel zeige ich dir die drei häufigsten Trigger-Typen - und wie du sie als Wegweiser nutzt. Zu dir selbst. Und zu einer reifen, souveränen Führung.
Lass dich inspirieren und starte deine persönliche Leadership-Reise!
Your Journey far Beyond!
Ich bin total getriggert
Was passiert da?
Jemand macht eine Bemerkung, wirft dir einen sonderbaren Blick zu, kritisiert dich beiläufig – und plötzlich stehen dir alle Haare zu Berge. Dein Herz rast, dein Magen zieht sich zusammen, deine Gedanken spielen verrückt.
Du bist nicht mehr in der Situation – du bist die Situation.
In solchen Momenten fühlt es sich an, als würde ein altes Monster in dir erwachen - ein Gefühl, das du eigentlich unterdrückst: Wut, Angst, Scham, Ohnmacht. Plötzlich ist es wieder da. Laut und übermächtig zwingt es dich in den inneren Kampf.
Du bist getriggert.
Aber was heißt das eigentlich?
Getriggert zu sein heißt: Etwas in der Gegenwart berührt etwas Unverarbeitetes in dir – und dein Körper reagiert, als wäre die alte Situation wieder real.
In solchen Momenten übernimmt dein Nervensystem das Steuer:
Es schaltet auf Alarmmodus: Kampf, Flucht oder Erstarrung.
Dein Verstand ist wie abgekoppelt. Du bist nicht mehr ganz im Jetzt.
Starke, negative Gefühle übernehmen das Kommando.
Der eigentliche Auslöser? Meist unscheinbar. Aber dein inneres System reagiert mit voller Wucht.
Der Trigger ist ein Auslöser, kein Verursacher. Die Situation bringt nur an die Oberfläche, was längst in dir schlummert:
Vielleicht wurde ein Wert von dir verletzt – und du spürst den Drang, dich zu verteidigen.
Vielleicht verhält sich jemand so, wie du es dir selbst nie erlauben würdest – und du reagierst mit Ablehnung oder Neid.
Vielleicht erinnert dich das Verhalten an eine alte Verletzung – und plötzlich fühlst du dich wieder wie damals: hilflos, ausgeliefert, verletzt.
Getriggert zu sein ist nicht das Problem. Unbewusst darin stecken zu bleiben – das ist es.
Getriggert zu sein ist keine Schwäche. Es ist eine Einladung. Die Einladung, ehrlich und neugierig hinzusehen. Dich selbstbesser zu verstehen. Und Schritt für Schritt aus der Reaktivität herauszufinden – zurück in die Verbindung zu dir.
Trigger hoch drei
In meiner Coaching-Arbeit fällt mir immer wieder auf: Es gibt nicht nur den einen Trigger-Typus.
In der klassischen Psychologie wird der Begriff „Trigger“oft fast ausschließlich mit alten Wunden oder emotionalem Schmerz verbunden. Doch meine Erfahrung zeigt: Es gibt mindestens drei Arten von Triggern – jede mit ihrer eigenen Dynamik.
Werte-Trigger springen an, wenn jemand etwas tut oder sagt, das deine innersten Überzeugungen verletzt.
Schatten-Trigger melden sich, wenn dir jemand eine Seite zeigt, die du dir selbst nicht erlaubst – aber insgeheim ersehnst.
Verletzungs-Trigger aktivieren alte emotionale Wunden – du fühlst dich klein, ohnmächtig, abgelehnt oder beschämt.
Was alle drei eint: Sie lösen in uns eine Reaktion auf eine vermutete Bedrohung aus. Unser Nervensystem schlägt Alarm, weil etwas in uns glaubt:
„Achtung – hier bist du nicht sicher!“
Doch was genau als bedrohlich erlebt wird, ist bei jedem Trigger-Typ verschieden. Hier eine erste Übersicht – direkt aus meiner Praxis:
Wenn du erkennst, welcher Trigger dich gerade erwischt hat, kannst du bewusst entscheiden, wie du damit umgehen willst. Denn: Nicht jeder Trigger braucht dieselbe Antwort.
Und: Auch wenn sich Trigger bedrohlich anfühlen – die Bedrohung ist meist nicht real, sondern ein Echo der Vergangenheit, ein Spiegel innerer Konflikte oder ein Ruf nach Entwicklung.
❓Selbstcheck: Welcher Trigger hat dich gerade erwischt?
Der erste Schritt auf dem Weg aus der Reaktivität ist: Erkennen, was dich triggert. Halte also einen Moment inne – und frage dich ehrlich:
Was genau hat mich gerade so stark berührt oder aus dem Gleichgewicht gebracht?
Welche Gefühle spüre ich in mir? Die Empörung eines Werte-Triggers? Die Abwehr eines Schatten-Triggers? Die Überreaktion eines Verletzungs-Triggers?
Welche Dynamik erkenne ich? Fühle ich mich verletzt? Wird ein Wert von mir übergangen? Oder schäme ich mich, weil ich selbst nie so handeln würde (aber es heimlich gern täte)?
Wovor schützt mich mein System gerade?
Mit dieser Reflexion gibst du dem Trigger einen Namen– und machst damit den ersten Schritt: Raus aus der automatischen Reaktion – hinein in bewusste Selbstführung.
Werte-Trigger
Wenn dein innerer Kompass aufschreit.
Jüngst im Coaching: Ein Gründer – nennen wir ihn Sven – will verstehen, warum ihn sein Investor immer wieder so dermaßen aus der Fassung bringt:
„Der spricht mit so einer Leichtigkeit darüber, dass ich ein paar Leute entlassen könnte, um schneller profitabel zu werden.“ Sven stockt. „Und jedes Mal schreit alles in mir auf.“
Ein typischer Werte-Trigger – ein Vorschlag, den etwas in ihm als grundsätzlich falsch empfindet. In seinem Fall geht es um: Loyalität und Fairness seinem Team gegenüber - statt kurzfristiger Gewinnoptimierung.
Was ist ein Werte-Trigger?
Werte-Trigger entstehen, wenn jemand etwas sagt oder tut, das gegen deine tief verankerten Überzeugungen verstößt.
Das kann Ungerechtigkeit sein, Respektlosigkeit, ein Mangel an Integrität – oder schlicht ein Verhalten, das deinem moralischen Kompass widerspricht
Die Reaktion ist oft heftig: Empörung. Rückzug. Kampf. Innerer Aufruhr. Was dahintersteht: Deine Werte sind dein inneres Navigationssystem. Wenn sie verletzt werden, ist das wie ein Angriff auf deine Identität.
Der Trigger ist ein innerer Alarm – und zugleich eine Einladung: Steh auf für das, was dir wirklich wichtig ist. Aber nicht im Kampf – sondern mit Klarheit, Haltung und innerer Integrität.
🛠 Einladung zur Entwicklung
Werte-Trigger laden dich ein, dir bewusst zu machen:
Welcher meiner Werte ist gerade berührt?
Ist dieser Wert wirklich bedroht – oder nehme ich etwas persönlich, das gar nicht gegen mich gerichtet war?
Wie kann ich für meinen Wert einstehen, ohne zu verhärten oder zu verurteilen?
Verwandle deine Reaktivität mit diesen Erkenntnissen in bewusste Gestaltung: Mach deine Werte sichtbar. Sprich sie aus. Und schaffe ein gemeinsames Verständnis, mit dem ihr auf Augenhöhe nach Lösungen suchen könnt.
Schatten-Trigger
Wenn der andere lebt, was du dir selbst verbietest.
Damals, als ich COO bei etventure war, arbeitete ich eng mit einem der Gründer zusammen: Philipp Depiereux.
Philipp war eine echte „Bühnensau“ – im besten Sinne: charismatisch, extrovertiert, voller Energie, ein großartiger Storyteller. Egal auf welcher Bühne – mit seiner Leichtigkeit und Präsenz zog er jedes Publikum in seinen Bann.
Und ich? Ich stand daneben – spürte Neid. Redete seine Leistung innerlich klein, befand ihn als zu leicht und oberflächlich. Doch tief im Herzen wusste ich: Das würde ich auch gern können. Aber ein alter Glaubenssatz hielt mich zurück:
„Du darfst dich nicht in den Vordergrund stellen. Deine Größe könnte andere verletzen.“
Doch meine Abwehr galt nicht ihm. Ich war gefangen in meinem eigenen inneren Verbot. Ein klassischer Schatten-Trigger.
Was ist ein Schatten-Trigger?
Schatten-Trigger entstehen, wenn du mit Verhaltensweisen konfrontiert wirst, die du dir selbst nicht erlaubst – sei es aus Angst, Gewohnheit oder früherer Prägung.
Typische Qualitäten, die solche Trigger aktivieren, sind:
Selbstbewusstsein
Durchsetzungskraft
Kreativität
Verspieltheit
Sinnlichkeit
Wildheit
Statt Bewunderung spürst du dann oft: Abwehr, Neid oder stille Überheblichkeit. Nicht, weil der andere „zu viel“ ist – sondern weil er etwas lebt, das in dir ungelebt geblieben ist.
Der Psychoanalytiker C. G. Jung nennt das den „Schatten“– jenen Teil der Persönlichkeit, den wir verdrängt haben, weil er nicht zu unserem erlernten Selbstbild passt. Wenn jemand anders deinen Schatten lebt, reagiert dein Inneres nicht mit Freude, sondern mit Frust – du spürst:
„Das gehört eigentlich auch zu mir. Doch ich lasse es nicht zu oder habe es verdrängt.“
🛠 Einladung zur Entwicklung
Schatten-Trigger sind Einladungen zur Entfaltung deiner Potenziale. Sie zeigen dir, was in dir darauf wartet, freigelassen zu werden.
Frag dich:
Was finde ich an meinem Gegenüber insgeheim bewundernswert?
Welche Qualität würde ich mir selbst gern zugestehen – wenn ich nicht „gefallen“ muss?
Was wäre ein erster, kleiner Schritt, diese Seite in mir zu würdigen – statt sie im anderen abzulehnen?
Schatten-Trigger öffnen dir eine Tür zu deiner eigenen Lebendigkeit. Sie fordern dich auf, größer zu werden – echter, souveräner, ganzer.
Verletzungs-Trigger
Wenn alte Wunden plötzlich wieder offen sind.
Jasmin ist eine inspirierende Vorständin: klar, fokussiert, kraftvoll – eine starke Führungspersönlichkeit. Und doch gab es eine Sache, die sie regelmäßig aus der Spur brachte: Emotionen im Team.
Es reichte, dass sich ein Kollege auch nur leicht berührt oder überfordert wirkte, einen Hauch von Emotionalität zeigte– und bei Jasmin sprang Alarmstufe Rot an. Sie wurde schroff, spöttisch, abwertend: „Reiß dich zusammen – wir sind hier nicht im Kindergarten.“
Für die anderen war das oft verletzend. Für Jasmin selbst: beschämend. Denn ihre Reaktion war eigentlich immer überzogen und unangemessen. Ein klares Zeichen für einen Verletzungs-Trigger.
Im Coaching zeigte sich schnell, warum: Jasmins Mutter war emotional instabil – dramatisch, unberechenbar, oft übergriffig. Und Jasmin? War als Kind immer die Leid tragende. Sie musste stark sein, die Kontrolle bewahren – und wurde gleichzeitig für das emotionale Chaos ihrer Mutter verantwortlich gemacht.
Emotionale Ausbrüche anderer erinnerten sie unbewusst an diese alte Dynamik: Die Folge: Jasmins System reagierte reflexhaft mit Härte und Abwehr. Nicht auf den Kollegen. Sondern auf die Mutter – die sie unbewusst im Gegenüber sah.
Als sie das erkannte, konnte sie zum ersten Mal klar bleiben – gelassen, präsent, verbunden.
Was ist ein Verletzungs-Trigger?
Verletzungs-Trigger entstehen, wenn ein Verhalten im Außen eine nicht integrierte emotionale Erfahrung in dir reaktiviert.
Ein Satz, ein Blick, ein Tonfall – und plötzlich bist du nicht mehr im Heute, sondern in einer inneren Szene von damals. Du fühlst dich ausgeliefert, ohnmächtig, verletzt, beschämt – ohne zu verstehen, warum.
Dein Verstand denkt vielleicht: „Das ist doch gar nicht so schlimm.“
Aber dein Nervensystem schreit: „Das war gefährlich. Ich muss mich schützen.“
Unverarbeitete Traumata bleiben im Nervensystem gespeichert. Sie werden nicht durch die emotionale Ähnlichkeit aktueller Situationen reaktiviert.
Das Ergebnis: Eine Projektion: Dein Unterbewusstsein reagiert nicht auf die reale Person vor dir – sondern auf den Menschen, der dich einst verletzt hat. Deshalb wirken solche Reaktionen oft übertrieben oder irrational. Sie gehören nicht zur aktuellen Situation, sondern zu einer Geschichte, die noch in dir wirkt.
Diese Trigger fühlen sich oft an, als würde ein altes emotionales Monster auf die Bühne treten. Ein Monster, das schon lange nicht mehr gefährlich ist. Denn es ist ein Teil von dir, der lange allein war – und jetzt gesehen werden will.
🛠 Einladung zur Entwicklung
Verletzungs-Trigger zeigen dir, wo ein verletzter Anteil in dir nach Aufmerksamkeit ruft – nicht mit Drama, sondern mit der leisen Bitte: „Sieh mich. Fühl mich. Beschütze mich heute, so wie ich es damals gebraucht hätte.“
Wenn du bereit bist, diesen Teil zu hören, beginnt echte Heilung.
Frage dich:
Was genau hat mich so tief getroffen – und woran erinnert mich das?
Reagiere ich auf das „Jetzt“ – oder auf ein Gefühl von früher?
Wen sehe ich gerade wirklich – und wen projiziere ich hinein?
Was hätte ich als Kind in dieser Situation gebraucht – und was kann ich mir heute selbst geben?
Verletzungs-Trigger wollen nicht unterdrückt, sondern verwandelt werden. Wende dich dem kleinen Kind in dir zu – mit Mitgefühl statt Abwehr – und ermögliche damit eine neue Form von Präsenz: ruhig, klar und verbunden.
Jenseits der Trigger
Wenn wir unsere Trigger verstehen und sie auflösen, erleben wir eine neue Freiheit.
Trigger halten uns wie unsichtbare Fäden an die Vergangenheit gebunden. Aber wenn wir ihre Botschaft zu entschlüsseln versuchen, entsteht ein neuer Raum – ein Raum für Heilung und bewusste Gestaltung.
Jenseits der Trigger liegt mehr als nur innere Ruhe. Die Überwindung deiner Trigger macht den Weg zu dir selbst frei.
🧭 Souveränität statt Reaktivität
Wenn du erkennst, was dich triggert – und lernst, diesem Trigger offen und aktiv zu begegnen, statt automatisch zu reagieren – entsteht ein wertvoller Zwischenraum.
Ein Raum zwischen Reiz und Reaktion. In diesem Raum liegt deine Freiheit. Du musst nicht mehr kämpfen, fliehen oder erstarren. Du kannst wählen, wie du handeln willst. Das ist dein Weg zur Souveränität.
Ich fühle den Impuls – aber ich bin nicht mehr sein Sklave.
🤝 Eigenverantwortung statt Schuldzuweisungen
Solange du deine Trigger nicht kennst, gibst du deinem Gegenüber unbewusst die Verantwortung für dein inneres Erleben: „Der ist Schuld an meiner Wut.“
Wenn du deine Trigger kennst, hörst du auf, deinem Gegenüber Schuld zu geben. Du kommunizierst klarer und entwickelst eine radikale Ehrlichkeit mit dir selbst und anderen.
All das macht aus ehemaligen Triggerpunkten echte, tiefe Kontaktpunkte. Nähe wird möglich, ohne dass sie dich überfordert.
🌿 Innere Heilung statt äußerer Kampf
Wenn du die Quelle deiner Trigger erkennst – das verletzte Kind in dir, das kontrollierende Ego, den sehnsüchtigen Schatten – hörst du auf, im Außen zu kämpfen.
Du beginnst, dich dir selbst zuzuwenden. Und heilst dort, wo der Schmerz entstanden ist: innen. Das Ergebnis: innere Ruhe, selbst wenn es um dich herum stürmisch ist.
🔓 Potenzialentfaltung statt Selbstbeschränkung
Hinter jedem Trigger liegt eine Energie, die befreit werden will:
In der Werteverletzung: Klarheit, Führung, Positionierung
Im Schatten: Ungelebte Kreativität
Im Schmerz: Die Fähigkeit zu tiefem Mitgefühl
Wenn du deine Trigger nicht mehr fürchtest, sondern sie als Wegweiser verstehst, wird ihr ursprünglicher Schmerz zur Quelle von Tiefe, Wachstum und echter Kraft.
🌀 Vom Getriggert-Sein zur Gestaltungskraft
Du bist nicht mehr das Kind, das hilflos auf das Monster starrt. Du bist der Erwachsene, der das Monster ins Licht holt – und dem Kind die Hand reicht.
Das ist der Wendepunkt. Hier beginnt echte Führung – nicht im Außen, sondern in dir.
Trigger sind keine Stolpersteine. Sie sind Prüfsteine deiner Reife – und Türöffner zu deinem Potenzial. Werde neugierig. Halte inne. Hör hin. Und wähle dann eine neue, bewusste Aktion.
Denn: Je besser du dich selbst kennst, desto freier wirst du – für dich. Für andere. Für das, was durch dich in die Welt will.
Und nun zu dir!
Nimm dir einen Moment Zeit – und spüre ehrlich hin:
Was hat dich in letzter Zeit spürbar getriggert – und welcher Trigger-Typ steckt dahinter?
Welcher Wert, welche Sehnsucht oder welcher Schmerz wurde in dir berührt?
Welche deiner Reaktionen kennst du gut – und was könntest du stattdessen neu wählen?
Was braucht der Teil in dir, der da aufschreit –und wie könntest du heute für ihn da sein?