
Von Ohnmacht zu Macht
und warum innere und äußere Glasdecken oft Komplizen sind.
Auf dem Weg nach oben stoßen viele Top-Frauen an die immer gleichen unsichtbaren Grenzen: Keine Einladung in die entscheidenden Zirkel. Kein Mandat. Keine nächste Chance.
Wir lesen das gerne als Angriff auf uns. Als Beweis der äußeren Glasdecke. Und schon greifen die vertrauten Muster: Kampf. Flucht. Sich kleiner machen. Das Ergebnis ist bitter eindeutig: Wir bleiben in der Ohnmacht. Und begrenzen die Macht, die eigentlich in uns steckt.
Was selten gesehen wird: Die äußere Glasdecke wirkt nur deshalb so mächtig, weil sie auf eine innere Glasdecke trifft.
In der Podcast-Session mit Kristin Henke haben wir genau darüber gesprochen – nicht theoretisch, sondern aus Erfahrung. Aus dem Coaching vieler Menschen in Verantwortung. Und aus einer schmerzlichen Erkenntnis, die ich nur zu gut kenne:Wie subtil sich Macht begrenzt,wenn innere Klarheit fehlt.
Die innere Glasdecke verhindert keine Leistung.Sie verhindert Positionierung.
Und damit limitiert sie unsere Wirksamkeit – und langfristig auch Erfolg.
Sie sorgt dafür,
dass äußere Reibung als persönliche Limitation gelesen wird.
Dass wir kämpfen, verschwinden oder uns selbst relativieren –
statt uns der Grenze bewusst entgegenzustellen.
Nicht laut.
Nicht aggressiv.
Sondern klar.
Aus genau dieser Klarheit heraus stellte Kristin ihre Fragen: wach, tief, kompromisslos verbunden mit dem Anliegen, dass mehr Frauen Führung nicht erkämpfen müssen – sondern einnehmen.
So sind wir zu den Kernpunkten der Folge gekommen:
• warum äußere Blockaden ohne innere Positionierung kaum verhandelbar sind
• warum Kampf, Flucht und Erstarrung keine Fehlreaktionen sind, sondern alte Schutzmechanismen
• und warum es nicht mehr Disziplin braucht, sondern innere Autorität
Denn:
Reife Führung beginnt dort, wo innere und äußere Macht nicht länger gegeneinander arbeiten.
Diese Folge ist für Menschen, die spüren, dass sie nicht an einer Struktur scheitern –
sondern an dem Punkt, an dem sie sich selbst noch zurückhalten.